Rote Welle- Grüne Welle / Lichtsignalanlagen in Darmstadt

Veranstaltung am 8.11.13Am 8.11.13 sind 8 Mitglieder des MAIV der Einladung gefolgt und haben sich in der Schaltzentrale des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes eingefunden.

Im techn. Rathaus konnten Sie alles über die 175 Ampeln im Stadtgebiet erfahren.

Herr Baudirektor Schuster, Abteilungsleiter Bau und Betrieb begrüßte die interessierten Gäste als Vertreter des Amtes, aber auch als Vorstandsmitglied des MAIV.

In einem sehr engagierten Vortrag hat Herr Dipl.-Ing. Stefan Hartmann über das Verkehrsmanagement in Darmstadt referiert.

So wurde die erste Ampel 1868 in London mit Gaslicht betrieben. Es vergingen viele Jahrzehnte bis 1953 die erste Ampel in Darmstadt aufgestellt wurde.
Die Zuhörer lernten, dass in Darmstadt 55 Fußgängerschutzanlagen und 120 Ampeln an Kreuzungen stehen. Davon sind über 50% älter als 10 Jahre.
Das vorgestellte Verkehrsmanagementsystem wird zentral vom Rathaus aus bedient und gesteuert.  Einzelne Betriebsrechner verarbeiten die dazu notwendigen Betriebsdaten.
Lichtsignalanlagen steuern vor Ort Grün/Gelb/Rot an.
Die stadtinterne Vorgabe ist die Attraktivität des ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) zu steigern. Vorrangige Schaltungen für die Straßenbahn der Linie 6 wurden beispielhaft erwähnt.
Darüber hinaus ermöglichen 39 blindengerechte Fußgängersignalisierungen eine barrierefreie Querung der Straßen.
Auch die jungen Verkehrsteilnehmer werden im Zuge der Schulwegesicherung über spezielle Schutzanlagen sicher zur Schule geführt.
Herr Hartmann zeigte an Beispielen deren Funktionsweisen auf.
Immer wieder wurde auf die verschiedene grafische Darstellung der „Ampelmännchen“ hingewiesen.
Die komplizierte Materie der Verkehrstechnik wurde an einzelnen Knotenpunkten sehr verständlich dargestellt und erläutert.
Schnell zeigten die aufmerksamen Zuhörer Verständnis für die Signalprogramme und deren unterschiedlichen Ansprüche.
Mit großer Neugierde wurde die Verkehrsüberwachung mit Videodetektoren, aber auch die Blitz- und Radaranlagen im Stadtgebiet verfolgt.
Inhaltliche Ziele wie: Reduzierung der Reisezeit, Minderung von Lärm und Schadstoffen, Verbesserung der Verkehrssicherheit wurden erläutert.
Mit einem Blick in die Zukunft der Signaltechnik beendete Herr Hartmann seinen kurzweiligen aber sehr spannenden und aufschlussreichen Vortrag.
Simulationsprogramm und adaptive Steuerungsverfahren (aktuelle Verkehrslenkung) waren seine Schlussworte.
Nachdem zwischenzeitlich die meisten meinten: „ist doch alles ganz verständlich und einfach“ war spätestens jetzt jedem klar, dass hier „Spezialisten am Werk sind“

Nach 3 Stunden verließen die Zuhörer begeistert und zufrieden den Vortragsraum.

Aufgestellt:
Reinhold Schuster, 19.12.13

 
strich

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